Kennzeichnungen auf den Reifenflanken

Aus diesen Angaben gehen die Grundeigenschaften des Reifens hervor. Weiterhin befindet sich an dieser Stelle die TIN-Kennzeichnung (Tire Identification Number), die Zertifizierung entsprechend der Sicherheitsnorm.

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Über die TIN kann der Reifen im Fall eines Rückrufs identifiziert werden.

1. Hersteller oder Fabrikat

Die Reifenflanke zeigt den Hersteller oder den Markennamen.

2. Bezeichnung der Reifengröße

Auf der Reifenflanke befindet sich die Bezeichnung der Reifengröße. Sie benötigen diese Information bei der Auswahl von Ersatzreifen für Ihr Fahrzeug. Die einzelnen Buchstaben und Zahlen der Angabe zur Reifengröße werden nachstehend beispielhaft erläutert.

(Diese Zahlen sind nur Beispiele; Ihre Reifengröße kann je nach Fahrzeug abweichen.)

Beispiel für die Größenangabe eines Reifens:

P255/45R20 105V

  • P: Geltender Fahrzeugtyp (Reifen mit der Präfix „P“ sind für die Verwendung an Pkws oder leichten Nutzfahrzeugen vorgesehen. Jedoch weisen nicht alle Reifen diese Kennzeichnung auf.)

  • 255: Reifenbreite in Millimeter.

  • 45: Seitenverhältnis (die Querschnittshöhe des Reifens als Prozentsatz seiner Breite).

  • R: Codierte Reifenbauart (Radialreifen).

  • 20: Felgendurchmesser in Zoll.

  • 105: Lastindex (ein numerischer Code, der sich auf die Höchstlast bezieht, die der Reifen tragen kann).

  • V: Kennbuchstabe für die Geschwindigkeit. Weitere Informationen finden Sie in der entsprechenden Tabelle in diesem Abschnitt.

Bezeichnung der Felgengröße

Auch die Felgen sind mit Größenangaben gekennzeichnet, die Sie benötigen, wenn eine Felge ersetzt werden muss. Die einzelnen Buchstaben und Zahlen der Angabe zur Felgengröße werden nachstehend erläutert.

Beispiel für die Größenangabe einer Felge:

8.5JX20

  • 8.5: Felgenbreite in Zoll.

  • J: Felgenkonturbezeichnung.

  • 20: Felgendurchmesser in Zoll.

Reifenkennbuchstaben für die zulässige Höchstgeschwindigkeit

In der nachstehenden Tabelle sind viele der zur Zeit verwendeten Kennbuchstaben und Höchstgeschwindigkeiten für Pkw-Reifen aufgeführt. Die Geschwindigkeitsangabe ist Teil der Reifengrößenbezeichnung, die auf der Reifenflanke angegeben ist. Der Kennbuchstabe gibt die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Reifen an.

Kennbuchstabe

Zulässige Geschwindigkeit

S

180 km/h (112 mph)

T

190 km/h (118 mph)

H

210 km/h (130 mph)

V

240 km/h (149 mph)

W

270 km/h (168 mph)

Y

300 km/h (186 mph)

3. Überprüfen des Reifendrucks

Reifen, die entsprechend dem Herstellungsdatum älter sind als 6 Jahre, sind durch neue zu ersetzen. Das Produktionsdatum können Sie an der Reifenflanke (eventuell auf der Innenseite) als DOT-Code ablesen. Der DOT-Code besteht aus einer Reihe von Zahlen und Buchstaben auf dem Reifen. Das Herstellungsdatum wird durch die letzten 4 Ziffern (Zeichen) des DOT-Codes angegeben.

DOT: XXXX XXXX OOOO

Der erste Teil des DOT-Codes enthält Informationen zum Herstellerwerk, zur Reifengröße und zur Profilart. Die letzten vier Stellen des DOT-Codes bezeichnen Kalenderwoche und Jahr der Produktion.

Zum Beispiel:

DOT XXXX XXXX 1626 bedeutet, dass der Reifen in der 16. Woche des Jahres 2026 produziert wurde.

WARNUNG

Reifenalter

Ersetzen Sie die Reifen innerhalb der empfohlenen Frist. Die Nichtbeachtung dieses Warnhinweises kann unerwartete Reifenschäden zur Folge haben. Dadurch kann die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen, was zu einem Unfall mit schweren oder tödlichen Verletzungen führen kann.

4. Reifenaufbau und Material

Die Reifenlagen sind die Anzahl der Faserlagen des gummibeschichteten Gewebes im Reifen. Die verwendeten Materialien (Stahl, Nylon, Polyester und andere) müssen vom Reifenhersteller angegeben werden. Der Buchstabe R bedeutet Radialreifen (Gürtelreifen); der Buchstabe D bedeutet Diagonalreifen; und der Buchstabe B bedeutet Gürtelreifen.

5. Maximal zulässiger Reifendruck

Diese Zahl bezeichnet den maximal zulässigen Druck, mit dem der Reifen aufgepumpt werden darf. Überschreiten Sie den maximal zulässigen Reifendruck nicht. SieheAufkleber Reifendruck/Spezifikationfür den empfohlenen Reifendruck.

6. Maximale Tragfähigkeit

Diese Zahl gibt die maximale Last in Kilogramm und Pfund an, die der Reifen tragen kann. Wenn Sie die Reifen Ihres Fahrzeugs ersetzen, verwenden Sie immer Reifen, deren Tragfähigkeit mit der Tragfähigkeit der werkseitig montierten Reifen identisch ist.

7. Einheitliche Reifenqualitätsklassen

Reifenqualitätsklassen sind, wo zutreffend, auf der Reifenseitenwand zwischen der Laufflächenschulter und der größten Querschnittsbreite zu finden.

Zum Beispiel:

  • Treadwear 200

  • Traction AA

  • Temperatur A

Der Zustand der Reifen verschlechtert sich mit der Zeit, auch wenn sie nicht benutzt werden. Unabhängig von der Restprofiltiefe empfehlen wir, Reifen bei normaler Nutzung nach etwa 6 Jahren zu ersetzen. Wärme aufgrund heißen Klimas oder hoher Belastung durch starke Zuladung kann den Alterungsprozess beschleunigen.

Reifenverschleiß

Der Reifenverschleißkoeffizient bezeichnet den durchschnittlichen Reifenverschleiß unter kontrollierten Bedingungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Beispielsweise verschleißt ein Reifen mit der Verschleißkennzahl 150 bei dem festgelegten Test 1½ Mal so schnell wie ein Reifen mit der Kennzahl 100.

Die relative Lebensdauer eines Reifens hängt von den jeweiligen Einsatzbedingungen ab. Die Fahrleistung kann aufgrund der Fahrgewohnheiten, der Wartungsintervalle und der unterschiedlichen Straßeneigenschaften und klimatischen Bedingungen stark von der Norm abweichen.

Die Kennzahlen sind bei PKW-Reifen auf der Reifenflanke angegeben. Die Reifen (Standardbereifung oder optionale Bereifung) Ihres Fahrzeugs können im Hinblick auf den Verschleißkoeffizienten variieren.

Grip – AA, A, B und C

Die Gripklassen reichen von AA (höchste Klasse) über A und B bis hin zu C (niedrigste Klasse). Diese Klassen geben die Bremsleistung des Reifens auf nasser Fahrbahn an, gemessen unter kontrollierten Bedingungen auf bestimmten staatlichen Testflächen aus Asphalt und Beton. Ein Reifen mit dem Kennbuchstaben C bietet relativ schwache Traktionseigenschaften.

Die Gripklasse für diesen Reifen basiert auf einfachen Bremstests und berücksichtigt weder Beschleunigung noch Kurvenfahrten, Aquaplaning oder die Eigenschaften bei maximalem Grip.

Temperaturklassen – A, B und C

Die Temperaturklassen A (höchste), B und C bezeichnen die Eigenschaften der Reifen im Hinblick auf Temperaturbeständigkeit und Temperaturableitung unter kontrollierten Bedingungen auf einem Prüfstand.

Anhaltend hohe Temperaturen können das Reifenmaterial beeinträchtigen und die Lebensdauer des Reifens verkürzen, während übermäßig hohe Temperaturen plötzliche Reifenschäden verursachen können. Die Kennbuchstaben B und A bezeichnen Reifen, deren Eigenschaften aufgrund der Tests über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen.